ESO oder TESO – Eine Welt für sich

Ein Interview verdeutlicht, dass ich mich nach 20 Jahren Schauspiel

IMG_5319und Theater zur Zeit hauptsächlich mit meiner Stimme, also den Ohren, zeige.

Wessen Ohren, das gilt es noch herauszufinden. Ganz neue Audio-Konsumenten, ganze Gruppen   ( eines bestimmten Schlages möchte ich meinen ) tauchen plötzlich auf, wenn ich mit einem mal auch so etwas wie einen Dunkelelf, einen Bosmer oder

IMG_5408einen Dunmer IMG_5403spreche… Bis vor kurzem habe ich nicht damit gerechnet, was inzwischen für viele Allgemeingut und auch ein selbstverständliches Leben ist. An sie richten sich die Worte Matt Firors: Der Augenblick, auf den ihr schon so ungeduldig gewartet habt, ist endlich gekommen! Ab sofort können zukünftige Mitglieder des Aldmeri-Dominions, des Dolchsturz-Bündnisses und des Ebenherz-Pakts zusammenkommen und ihre Unterstützung zeigen!

So können sich die Eingeweihten freuen darauf,  nicht nur zu schauen und zu hören, sondern zu spielen – zu s e i n. Es können bis zu 2000 sein, so viele, wie das Dorf, in dem ich aufwuchs an Einwohnern zählte, die hier miteinander und gegeneinander antreten, nicht mit haarigen Fusssohlen oder gar auf Neuseeland aber –  doch sehr ähnlich, wenngleich von der eigenen Couch aus. Findet das eigentliche Leben, der wahre Kampf ums Überleben im Grunde woanders statt – und nur das zweifelhafte hierzulande ?

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SHOW YOU ARE NOT AFRAID

Wer wissen möchte, was sich hinter diesen 5 Worten verbirgt, der kann z.B. am 25. Januar um 19:30 im Heimathafen Neukölln eine Lesung des Autors besuchen oder aber am 10. Februar um 23:10 auf arte nachsehen. Wer zu neugierig ist, um so lange zu warten, kann sich auch jetzt schon im Internet schlauer machen, vielleicht ist es was für D I C H

SHOW YOU ARE NOT AFRAID

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ein Projekt, an dem ich per Voice Over im Dezember beteiligt war; das vermutlich Originellste, mit dem ich 2013 zu tun hatte. Empfehlenswert !

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„Die Musen“ und „Maries Baby“

Am 22.12.2013, dem 4. Advent besteht eine andere Gelegenheit, sich über Hacks zu amüsieren oder am besten gleich auch – zu sinnieren:

Um 15:00 lesen eine Reihe SchauspielerInnen, darunter auch ich, das „Kinder“-Weihnachtsstück: MARIES BABY –  im Habbema.Maries Baby 22 12 13 Karte kl (2)

Am 28 November hatte ich Gelegenheit, im Habbema zusammen mit Cox Habbema und Wolfgang Hoßfeld den 4. Teil aus Peter Hacks‘ „DIE MUSEN“ zu lesen.

Foto-2Abgesehen davon, dass es anregend ist sich mit Hacks zu beschäftigen, war dieser kleine Auftritt auch im Wortsinne ein Stückchen lebendige Geschichte, denn vor 30 Jahren inszenierte Cox Habbema dieses Stück für das DDR Fernsehen – allerdings nur die ersten 3 Teile des Dramoletts – der vierte wurde als nicht veröffentlichbar erachtet.

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Synchronisation, Voice Over undsolauter

Der Angelschein ist zwar echt, die am Ende eingeblendete Telefonnummer aber nicht mehr!

In Deutschland müssen Kinogänger oder Fernsehcouchpotatoes sich wenig Gedanken darüber machen, daß die meisten Filme, die sie sehen, nicht in ihrer Sprache aufgenommen wurden. Ein schöner Luxus wenns gut gemacht ist, und nervig wenn es zu billig umgesetzt wird; denn womöglich ist es dann doch spannender, die fremde Sprache zu hören – Geschmack und Bequemlichkeit entscheiden; in Deutschland schon seit drei Generationen.

Man mag über dieses Gesellschaftskulturgut denken, was man will, es ist eine der reizvollsten und herausforderndsten Angelegenheiten in der Audiobranche:

die Filmsynchronisation, insbesondere das lippensynchrone „SprechSchauspiel“.

Daß dies möglich ist, liegt unter anderem natürlich daran, dass wir Menschen offenbar den Hörsinn gerne dem Sehsinn unterordnen. Als Empfänger sind wir also mit am Zustandekommen der neuen Wahrnehmungswirklichkeit beteiligt.

Deswegen sind gut synchronisierte Filme, egal aus welcher Sprache, durchaus ein seriöser Genuss…

und manchmal auch eine äusserst amüsante Albernheit oder Gerhard Plots grandios köstliche Geschmacksverirrungen .

Im Rahmen dieses Arbeitsschwerpunktes organisiert

Anette Bogun ( Aufnahmeleitern bei der  INTEROPA ) meine Termine:

030 68989651

atwork

Unter dem Reiter „Synchron und andere Töne“ sind mehr Einzelheiten aus meinem Portfolio für SPRECHEN und immer wieder aktualisierte Hörbeispiele zu finden.

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Visitenkarte

01Ich-Card

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Der „Entsorger“ im Hörbuch „Tod an der Deutschen Weinstraße“

Übrigens, wer sich das Hörbeispiel vom "Entsorger" angehört hat – das vollständige Hörbuch, das ich mit aufgenommen habe, Tod an der Deutschen Weinstraße, ist jetzt beim ActionVerlag zu erwerben, ob als Download oder als CD.

Die Aufnahmen und die Produktion wurden von Stephan Dierichs in seinem Babelsberger Tonstudio eingerichtet, ein sehr erfahrener, erfrischend reger und phantasievoller Kollege, mit dem zusammen zu arbeiten für mich immer eine grosse Freude ist.

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Der Schwester Schatten ist wieder da, am 9., 10., 30. und 31. März 2011

Wir nehmen am 9. März 2011 die Szenerie von Inka Bach wieder auf, und zwar auf unserer Premierenbühne im Theater unterm Dach in der Danziger Str. in Berlin / Prenzlberg. Ich spiele den Dichter Georg Trakl, der 27jährig einen rätselhaften Tod in einem Kriegsversehrten-Lazarett starb. Weitere Vorstellungen sind am 10., 30. und 31. März 2011

Wer es noch nicht gesehen hat, seit Oktober 2010 wird Grete, die Schwester Trakls, von Iris Boss gespielt. Wir freuen uns, dass wir mit diesem Stück also noch nicht zu Ende sind, mehr Zuschauer auf dieses Theaterkleinod und damit auch auf einen sehr besonderen Dichter neugierig machen können.

Wer mehr erfahren möchte und schonmal gucken, den verweise ich auf die Site von Ingrun Arans (Regie) okapi productions.

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Georg Trakl am 27. und 28. November im TuD in Berlin

Zum vorerst letzten Mal kann die "Szenerie" Der Schwester Schatten von Inka Bach Ende November im Theater unterm Dach gesehen werden. Ein kurzer poetischer Gang durch das Leben, Denken und Schreiben des in Salzburg gebürtigen Dichters, der seine eigene Weltsicht an den tatsächlichen Umständen des ersten Weltkrieg, der in Österreich-Ungarn eingestimmt wurde, aufrieb und schliesslich selbst darin unterging – mit gerademal 27 an einer Überdosis Kokain. Ob es ein Behandlungsfehler war oder er es selbst so wollte bleibt wohl ungeklärt.

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Ich moderiere in Schloß Charlottenburg als Hans…

…Bogislav Graf von Schwerin

Seit Mai 2010 nehme ich in der Grossen Orangerie zu Schloss Charlottenburg in Berlin hin und wieder die Gestalt des Grafen von Schwerin an. Ich springe allenthalben kurzfristig für dero allergnädigste Majestät König Friedrich II von Preussen ein, der seine Gäste bei Hofe nicht selten vor den Kopf zu stossen droht, weil es ihm plötzlich gefällt, sich vom Gewimmel fernzuhalten und etwa lieber eine Spargellieferung ins Feldlager nach Ruppin zu begutachten.

Was kaum einer weiss: die vertraute Bekanntschaft mit dem König reicht zurück bis in die Zeit zu Rheinsberg, als der damalige Kronprinz sich noch bei den allabendlichen Tafelrunden an philosophischem Geplänkel und Musik erquickte. Curt Cristoph von S., mein Bruder, vielen noch aus den Schlesischen Kriegen als bravouröser Generalfeldmarschall ein Begriff, hat mich seinerzeit in diesen königlichen Kreis eingeführt, so die Legende. Ich war also der kleine Bruder, der seinen Schliff im Gefecht auf dem Schlachtfeld der Worte und des Denkens dort erhielt, wo einem Friedrich noch nach kontroversem Austausche der Sinn stand, so er denn eloquenten Formates war.

Der Dank hatte zwei Seiten: Ich ging in diplomatischen Dienst mit Angleterre, bekomme nun aber hin und wann statt des Degens den Zeremonienstab in die Hand gedrück, wenn dem König gerade nicht nach höfischem Geplänket zumute ist.

Hier im Schlosse gilt es nun, den Gastgeber würdig zu vertrten. Es soll nicht zum Schaden der Gäste sein, denen immerhin neben mancher Anekdote auch Fritzens Lieblingsspeise aufgetischt und hernach ein Barockkonzert geboten wird, das sich hören lassen kann. Mit guter Miene halte ich also in anmutiger Moderation eine Schar von manchmal mehr als 200 Gästen im Zaume und – dem preussischen Hofe gewogen.

so gut das eben geht

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Georg Trakl ab 27 März on stage im Theater unterm Dach in Berlin

Die nächsten Termine für „Der Schwester Schatten“ im TuD Berlin:
im Mai: Sa. 8. und So. 9.
im Juni voraussichtlich: Do. 3. und Fr. 4. sowie am Sa. 19. und So., den 20.06.2010
Weitergespielt wird dann im Theater unterm Dach frühestens ab September.
In der Zeitung „Neues Deutschland“ heisst es über die Inszenierung:
Von Lucía Tirado 07.05.2010 / Berlin / Brandenburg

 

Mich der Hölle zu entziehen

Ein Porträt des Dichters Georg Trakl im Theater unterm Dach

Alles passt so wunderbar zusammen in dem Stück über den Dichter, der mit dieser Welt nicht klar kam und sich nicht heimisch fühlte. Das Licht, die auf den Hintergrund der Bühne projizierten Bilder, die Kostüme, die Musik und die auf verschiedene Art genutzten schwarzen dreiteiligen Stellwände, die Zuflucht, Bank, Sarg, sogar Buch sein können. Dazwischen der sich wie rasend verbrauchende Dichter, gequält von verbotenen Gefühlen für seine jüngere Schwester Grete, gepeinigt durch Drogensucht, Ängste, Depressionen und das daraus folgende gestörte Sozialverhalten.

Das berührende Stück »Der Schwester Schatten« erzählt in 90 Minuten vom traurigen Leben Georg Trakls, der von 1887 bis 1914 lebte. Regisseurin Ingrun Aran, die Literatur und Psychologie studierte, inszenierte das Stück mit Schauspielern der Gruppe Okapi Productions in einer Art, die den Zuschauer in Distanz zum Geschehen lässt. Das Leid bleibt beim Dichter, wenn sie seine wichtigsten Lebensstationen beschreibt. So ist die Inszenierung im Theater unterm Dach kein Trauerspiel. Die wenigen Momente, in denen deutlich wird, wie intensiv Trakl Freude und Glück erlebt, sind so stark, dass man das Gefühl bekommt, sie würden ihn ein Stück Weg tragen. Dennoch ist sein Werk von dunkler Stimmung und Abschied geprägt, sei es von Menschen oder gar vom Leben.

Felix Würgler lebt Trakl auf der Bühne als den mit sich selbst ringenden, ständig erschöpften Menschen, der immer wieder sagt: »Ich habe nicht das Recht, mich der Hölle zu entziehen.« Glaubwürdig ist in seinem Spiel, dass dieser sich quälende Mann sich durch seinen Drogenkonsum für den Rest der Welt unerreichbar macht, dabei seine stärksten Werke schafft und sein Leben verbrennt. Leonie Brandis verkörpert die jüngere Schwester Margarethe unnahbar. Gut zeigt sie, wie Grete mitunter mit dem Bruder geradezu herzlos spielt. Aber sie verdeutlicht auch, wie diese junge Frau leidet und sich vor ihrem Bruder in Sicherheit bringt.

Wenn sich beide an Kinderjahre erinnern, dann an eine auch wegen Opiums oft tagelang nicht ansprechbar Mutter und an die Gouvernante, die beide Kinder erzog. Zwischen Bruder und Schwester hin und her gerissen wird der gemeinsame Freund Erhard Buschbeck, der auch immer wieder herhalten muss, wenn das Geld knapp wird, es aber nie zurückbekommt, weil Trakl zu stolz ist, die Gabe eines Mäzens anzunehmen. In dieser Rolle sieht man Henning Bormann. Er spielt, wie der Freund als einziger die Bodenhaftung behält, gleichzeitig jedoch mit in den dunklen Strudel der Ereignisse gezogen wird, wie der sich aufopfert und sich gleichzeitig von der Kreativität Trakls nährt. Die Inszenierung erlangt ihre poetische Schönheit schließlich durch die Traklsche Dichtung, die von der Regisseurin wirkungsvoll eingesetzt wird. Aktualitätsbezüge braucht dieses Stück nicht. Dennoch ergibt sich einer durch den nicht geklärten Tod des Dichters. Zu Beginn des Ersten Weltkriegs wird Trakl als Militärapotheker eingezogen. Er erlebt die Schlacht bei Grodek und verzweifelt daran, dass er unter schwersten Bedingungen den vielen schwer Verwundeten im Lazarett unter den herrschenden schlechten Bedingungen kaum helfen kann. Er verarbeitet seine Erlebnisse noch im Gedicht »Grodek« und erleidet einen Zusammenbruch. Das Unmenschliche des Krieges bringt den ohnehin schwermütigen Dichter um.

8. und 9. Mai, 20 Uhr, Theater unterm Dach, Danziger Str. 101, Prenzlauer Berg, Tel.: 902 95 38 17

 

Meine nächste Premiere findet ebenfalls in Berlin statt.

Grodek.mp3
frisch in Wien.mp3

Fotos: Jakobine Motz aus DER SCHWESTER SCHATTEN2010

Seit Januar probe ich mit Henning Bormann und Leonie Brandis unter den multimedial geschulten Regieaugen von Ingrun Aran an der Uraufführung von Der Schwester Schatten, einer Szenerie, wie die Autorin Inka Bach es nennt, über das Leben und Sterben des EinmalDichters Georg Trakl, der, wäre er nicht mit Mitte 20 an einer Kokainüberdosis in einem Militärlazarett eingegangen, in 4 Jahren 100 Jahre alt werden hätte können….

Eine verhängnisvolle ménage à trois
Georg, seine Schwester Grete und ihr gemeinsamer Freund Erhard studieren in Wien. Drogenexzesse und die heimliche Liebe der Geschwister entwickeln in dieser Zeit kurz vor dem Ausbruch des 1. Weltkrieges ihre zerstörerischen Kräfte. Es ist aber auch die Zeit, in der Georg einige seiner schönsten Gedichte schreibt.

Georg Trakl, dessen 100. Todestag sich 2014 jährt und der mit visionärer Sprachkraft Gedichte schrieb, die einzigartig sind in der deutschsprachigen Literatur, blieb zeitlebens ein Fremder in der Welt und gezeichnet vom Verhängnis der inzestuösen Liebe zu seiner viereinhalb Jahre jüngeren Schwester Grete.

Inka Bachs Theaterstück zeigt ein verhängnisvolles Künstlerschicksal am Vorabend des Ersten Weltkrieges und beabsichtigt keine vorschnelle Aneignung der Traklschen Dichtung durch die Biographie. Gleichwohl werden in der Inszenierung von Ingrun Aran Elemente der Traklschen Dichtung in Rhythmus, Klang und Visualisierung transponiert.

Team
regie/bühne Ingrun Aran
buch/dramaturgie Inka Bach
spiel Felix Würgler, Leonie Brandis, Henning Bormann
kamera Jakobine Motz, Markus Noymann
musik Torsten Sense
musik/sounddesign Helmut Mittermaier
ton Simon Franzkowiak
kostüm Antje Schnier
regieassistenz: Vincent Carrey

Premiere 27. März 2010
20.00 Uhr

VORSTELLUNGEN
28.März
15.-16. April
8.-9. Mai

10. April (in Ausschnitten bei der langen Nacht der Theater)

Theater unterm Dach
Danziger Str. 101 – 10405 Berlin
T. 030 – 90295 3817
Karten: 8€; erm. 5€

gefördert durch
BA Pankow von Berlin, Amt für Kultur und Bildung, Fachbereich Kultur
Künstlerdorf Schöppingen
Kulturforums Österreich
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